Direkt zum Hauptbereich

Impressum/Kontakt

Jo Mann

97072 Würzburg
Germany

Kontakt

Beliebte Posts aus diesem Blog

Alles, alles geht vorbei...

Bericht über 10 Tage Vipassana-Meditation. 10 Tage nicht Reden, nicht Lesen, nicht Schreiben, keine Musik hören, kein Fleisch essen, das Grundstück nicht verlassen, kein Körperkontakt, um vier Aufstehen, nur zwei Mahlzeiten und Stunden um Stunden unbequem Sitzen – wer tut sich sowas an? Immerhin ist die entsprechende Veranstaltung mehr als ausgebucht. Siehe auch Interview mit Dr. Scholz über Vipassana in der Drogentherapie. Ankunft Anmeldung Frauen linker Eingang, Anmeldung Männer rechter Eingang, für die Geschlechtertrennung gibt’s hier keinen Aufschub. An der Anmeldung des Schweizer Vipassana Zentrums in Mont Soleil ein freundlicher Glatzkopf, der ein Seitenlanges Formular über den Tisch schiebt, auf dem wir mit Unterschrift bestätigen, wozu wir uns schon per eMail verpflichtet haben. Am Wichtigsten: Nicht zu stehlen, nicht zu töten, uns aller sexueller Aktivitäten zu enthalten, nicht zu lügen und keinerlei Rauschmittel zu uns zu nehmen, einschließlich Tabak und Alkohol –

Geeignet für Normalgesunde

Interview: Vipassana –Meditation bezeichnet Begierde und Vermeidung als Quellen allen Leides und verspricht einen Ausweg. Naheliegend, dass es Versuche gibt, die Methode auch in der Suchtherapie einzusetzen. Dr. Gerhard Scholz hat diesen Versuch im Schweizer Suchtzentrum „Start Again“ unternommen. Dr. Scholz, an diesem 10-Tageskurs haben auch fünf Drogensüchtige teilgenommen. Wie ist es ihnen ergangen? Erst mal waren es wohl zu viele auf einmal. Vor allem zwei der vier Männer haben doch für eine gewisse Unruhe gesorgt, weil sie immer wieder den Kontakt zueinander suchten und so auch das Gebot der „edlen Stille“ störten. Ich denke, ein Mann und eine Frau sind genug. Ansonsten war es recht hart. Thomas (Name geändert) kam nach dem „Adhiţţãna“-Sitzen ganz aufgeregt zu mir und jammerte: “Es reißt, es reißt!“ „Reißen“ ist hier in der Schweiz der Ausdruck der Süchtigen für massive Entzugserscheinungen, so wie in USA“ Turkey“. Ist Thomas denn noch auf Droge? Nein, er ist schon viel

Afghanistan-Blog #4: Dur-I-Nur, Tal des Lichts

Bei Frühstück in Jalalabad gibt es einige Mullahwitze, aus dem Munde eines paschtunischen Afghanen. Zum Beispiel: Ein Mullah fällt ins Wasser, ist am Ertrinken, da eilt ein Mann zu Hilfe und ruft: „Gib mir deine Hand, gib mir deine Hand!“ Doch der Mullah ergreift die Hand nicht und ertrinkt. Der erfolglose Retter erzählt die Geschichte im Dorf. Dort sagt man ihm: „Nicht GIB mir die Hand hättest du rufen sollen, sondern NIMM meine Hand! Was damit gemeint ist, erschließt spätestens dieser Witz: Man hat noch nicht gesehen, dass ein Wurm (Mur) Augen hat. Man hat noch nicht gesehen, dass eine Schlange (Maar) Füsse hat. Und man hat noch nicht gesehen, dass ein Geistlicher (Mullah) jemand etwas gegeben hätte. Auch anzügliche Witze gibt es: Ein Mullah hat einen sehr schönen Schüler und schließt daraus auf die Schönheit der Mutter. Er lässt den Schüler der Mutter Grüße bestellen und er solle zu ihr sagen „ehe ehe“, worunter man sich wohl ein anzügliches Räuspern vorzustellen hat. D